Ferienaktion 2026 am Stoa

Bei Temperaturen über 30 Grad nahmen auch in diesem Jahr wieder viele Kinder das Angebot des
Aktionskreises Edling an, Anfang August einen Nachmittag auf dem Gelände am Stoa zu
verbringen. Wie im Vorjahr führte Jonas Garschhammer, Diversitätsexperte vom Landratsamt Rosenheim,
durch den Nachmittag.
Auf der Blumenwiese am Westhang des Geländes entdeckten die Kinder den kurzschwänzigen
Bläuling (einen Tagfalter), die Wespenspinne, die Sichelschrecke, die Schildwanze und kleine
Wildbienen. Jonas Garschhammer lenkte im nächsten Schritt die Aufmerksamkeit der Kinder auf
die Wiesenpflanzen. Dabei lernten sie, dass der gelb blühende Hornklee als Futter sehr wichtig ist
für die Ernährung des vorher entdeckten Bläulings. Auch die Wiesenflockenblume, Labkraut, die
wilde Möhre und Oregano wurden als Beispiele für eine artenreiche Wiese gesichtet.
Nach der Erkundung der Blumenwiese, lagerte die Gruppe auf einem Schattenplätzchen im Gras
und lauschte dem Vortrag von Herrn Garschhammer über die Sandbiene und ihren Bau
unterirdischer Nistplätze. Die bis in ca. 50 cm tiefen Erdgängen angelegten Brutzellen der
Sandbiene werden mit Pollen umgeben, damit die später schlüpfenden Larven gleich an Nahrung
gelangen und sich danach verpuppen können. Einige Zeit später schlüpft dann eine neue
Generation von Sandbienen. Anhand von Bildtafeln gewannen die Kinder eine Vorstellung von den
Vorgängen dieses Insekts unter der Erde.
Mit Keschern, Lupen und Wassergläsern ausgestattet, machte sich die Gruppe ein Bild vom
Lebensraum am und im Wasser. In kleinen, flachen Weihern fanden sich jede Menge
Libellenlarven, Wasserläufer und ein Prachtexemplar von einem grünen Teichfrosch.
Nach einer Brotzeit wurden die Kinder im Halbschatten noch einmal körperlich aktiv: Mit Schaufeln
verteilten sie Sand und später Blumensamen auf einem Stück des Geländes um die Weiher. Mit
Lehmpulver, Sand und Wasser kneteten sie eine Masse für Lehmziegel, die später für ein
Bienenhotel gebraucht werden. Im wahrsten Sinne des Wortes hatten sie alle Hände voll zu tun.
Für den wieder sehr informativen und interessanten Nachmittag danken wir Herrn Garschhammer
ganz herzlich. Unterschiedliche Lebensräume sind zur Ansiedelung und zum Erhalt diverser Arten
notwendig und bedingen sich gegenseitig. Das konnten die Kinder auf eindrucksvolle Weise
mitnehmen. Dieser Nachmittag lebte auch vom Engagement und regen Interesse der Kinder – trotz
Hitze.
Simone Weith und Eva-Maria Hams, Aktionskreis Edling Kultur und Heimat e.V.