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KulturSpur Edling/Pfaffing |
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Radlkarte |
Mit Radl auf ...Kulturspur" Archäologische Kostbarkeiten durch Rundweg erschlossen
Edling/Pfaffing (fst) : Es sind eher unscheinbare, archäologisch aber äußerst wertvolle Denkmäler, durch die sich jetzt eine neue "Kulturspur" zieht: Auf rund 25 Kilometern verbindet ein Radlweg durch die Gemeinden Edling und Pfaffing Kulturgüter dieses Raumes, die ohne die genaue Ausschilderung wohl kaum zu finden wären. Keine
Region des Landkreises bietet auf so engem Raum wie in Edling/Pfaffing
in einem Umkreis von vier bis fünf Kilometern ein so breitgefächertes
Spektrum. Er reicht vom 160 Milliarden Jahren alten Findling
"Stoa" über hallstattzeitliche
Hügelgräber, eine spätkeltische
Viereckschanze, Spuren der
Römerstraße Innsbruck/Regensburg, eine
mittelalterliche Fliehburg, ein
hochmittelalterliches Weiher/Hochhaus
und die barocke Schlossanlage von Hart. Außerdem sind ein "Sühnekreuz",
das an ein Verbrechen aus den napoleonischen Kriegen erinnert, und
verschiedene Flurkreuze und Wegkapellen zu sehen. Radlkarte und Informationstafeln Informationen
und Illustrationen zu all diesen Denkmälern hat der "Aktionskreis
Edling Kultur und Heimat" unter der Federführung von Maria Hiebl
und Konrad Huber sowie der Beratung durch den für die
Bodendenkmalpflege im Landkreis zuständigen Heimatpfleger Ferdinand
Steffan zusammengetragen. Auf wetterfesten Tafeln erfährt der Radler
oder Wanderer alles Wissenswerte, findet Lagepläne und
Rekonstruktionszeichnungen vor und kann das Denkmal im Gelände
begehen. Zusätzlich bringt der Aktionskreis eine Radwanderkarte unter
dem Titel "Kulturspur EdlingPfaffing" heraus, die auf der
einen Seite die vorgeschlagene Route und auf der Rückseite alle
wichtigen Informationen zu den Denkmälern enthält. Während diese Karte vom
Landkreis Rosenheim finanziert wurde, haben verschiedene Sponsoren den
Druck der Tafeln ermöglicht. Die Mitglieder des Aktionskreises kümmern
sich derzeit, unterstützt durch die Gemeinden Edling und Pfaffing, um
die Aufstellung der Informationstafeln und die Ausschilderung des
Rundweges mit einem einheitlichen Logo. Viel Entgegenkommen zeigten auch
die Grundstückseigentümer. Was am Ende als
abgerundetes und gelungenes Projekt dasteht, stellte die Initiatoren vor
viele Probleme, wenn etwa Maßaufnahmen im Gelände fehlten, Rekonstruktionszeichnungen
nicht vorhanden waren und Illustrationen abgingen. In Teamwork ist hier
schließlich der erste achäologische Radrundweg im Landkreis Rosenheim
entstanden. Vorläufer hat er
in einem Arbeitsblatt für den heimatgeschichtlichen Unterricht mit dem
Titel "Zeugen der Vergangenheit - Eine Schulwanderung zu Bodendenkmälern
unserer Heimat", herausgegeben etwa 1980. Zahlreiche Schulklassen
haben mittlerweile das Angebot in die Praxis umgesetzt. Später folgten
durch den Heimatpfleger geführte Radtouren des Aktionskreises und der
Pfarrgemeinden.
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